Sunday, 6 April 2014

Lebensader Kavango



Liebe Blogleserinnen und Leser,

Kavango bei Rundu. Stand 6.4.2014.
heute möchten wir über den Grenzfluss zwischen Namibia und Angola, den Kavango, berichten. 
Der Kavango, auch Okawango oder Kavango genannt, ist zirka 1.700 Kilometer lang. Der Fluss entspringt als Cubango (auch Kubango genannt) im Zentrum von Angola auf dem Hochland von Bié und fließt von dort aus nicht zum Ozean, sondern in das abflusslose, wüstenhafte Landesinnere von Botswana. Dort versickert das Wasser des Flusses in den Sümpfen des (oberirdisch) abflusslosen Okavangobeckens in einem 15.000 km² großen und sumpfigen Binnendelta (Okavangodelta). Die Größe des Deltas schwillt während der Regenzeit auf bis 20.000 km², was fast der Hälfte der Fläche der Schweiz entspricht, an. 

Der Kavnago durchfliesst das Hochland in Richtung Süden zur Grenze von Namibia. Von dort an wird er in seinem Mittellauf Okavango genannt und bildet für etwa 400 Kilometer die Grenze zwischen Angola und Namibia. Der Kavango ist die Lebensader vieler Menschen. In diesem Gebiet zwischen dem Ovamboland und dem Caprivizipfel (heute Zambesizipfel) leben die Rund 200`000 Kavango - bestehend aus fünf Untergruppen. Sie sollen in der Mitte des 18 Jahrhunderts aus Ostafrika kommend hierher eingewandert sein und zählen, wie die Ovambo, zu den Bantu-Völker. Ihre Subsistenzwirtschaft beruht grössenteils aus dem Ertrag der dortigen Fischfangmöglichkeiten aber auch auf Viehzucht von Rindern, Schweinen und Ziegen sowie dem Anbau von Getreide und Gemüse. 

Aufgrund der regenarmen Witterung im Winter erreicht das Wasser des Kubango-Okavangos und seiner Zuflüsse sein Binnendelta in der Regel erst mit mehrmonatiger Verspätung, nämlich erst dann, wenn es von den Hochwasserschüben der Regenzeit wellenartig nach Süden getrieben wird. Daher kommt es vor, dass der Okavango in seinem Mittel- und Unterlauf nur noch als Bach, als spärliches Rinnsal dahinfließt oder – abgesehen von den in seinen Flussmulden zurückgebliebenen Seen – völlig trocken fällt. Wenn die Regenzeit einsetzt, entwickelt sich der Okavango zu einem reißenden Strom, der sein sumpfiges Delta mit reichlich Wasser versorgt. Im Jahresdurchschnitt liefert er etwa 10 Milliarden m³ Wasser in sein abflussloses Binnendelta.

Da wir dieses Jahr eine sehr gute Regenzeit hatten, möchten wir nun gerne ein paar Bilder zeigen. Auch wenn die Regenzeit nun vorbei zu sein scheint, steigt das Wasser des Flusses täglich und überschwemmt die angrenzenden Ebenen.
Kinder beim Fischen 

überschwemmte Wege machen unsere Biketour zu einem Abenteuer




Wo geht es hier zur Lodge, wo wir einen Kaffe trinken wollen?


Sonnenuntergang über dem Kavango, bei Rundu





























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