von Sibylle
Liebe Blogleserinnen und Blogleser,
von allen infektiösen und behandelbaren Krankheiten weltweit ist Tuberkulose (TB) die Krankheit mit den meisten Todesfällen. Namibia ist weltweit eines der Länder mit der höchsten Zahl von Tuberkulose Erkrankten. Auf 100`000 Einwohner erkrankten (2010) 589 an TB. Diese Zahl ist leider auch 2014 noch immer nicht rückläufig. Diese Rate ist gekoppelt an die hohe HIV/Aidsrate in Namibia. 56% der Tuberkulosepatienten sind auch HIV/Aids positiv. Hier sprechen wir dann von "Co-Infection". Natürlich ist die Verbreitung von TB nicht überall gleich hoch. Aber die zwei am meisten betroffenen Regionen in Namibia sind Khomas und Kavango.
Ein weiteres Problem sind auch die steigenden Resistenzen gegenüber von Tuberkulose Medikamenten. Ein vielgenannter Grund dazu ist die falsche, verweigernde oder abbrechende Medikamenteneinnahme. Damit die Krankheit besiegt werden kann, muss ein Tuberkulosepatient regelmässig über 6 Monate tagtäglich die Medikamente einnehmen und sich auch des öfteren auf Nebenwirkungen untersuchen lassen.
Dass dies von den Patienten gute Kenntnisse über der Krankheit, Verantwortungsbewusstsein für das eigene Wohlbefinden und gute Kooperation für die Medikamenteneinnahme voraussetzt, ist klar. Doch leider sind diese drei Voraussetzungen für eine Heilung nicht immer gegeben.
Besonders hier im Kavango sind HIV/Aids und Tuberkulose nach wie vor mit grossen Stigmas besetzt.
So haben verschiedene Gesundheitsberufe im Kavango den "Word TB Day" am Dienstag, 24. März genutzt, um die Bevölkerung über die Infektionskrankheit Tuberkulose zu sensibilisieren und Vorurteile abzubauen. Das diesjährige Motto "on the move against TB" wurde folgendermassen umgesetzt: Am Ziel angekommen gab es ein Begrüssungsgebet bevor nun einzelne Gruppen ein Theaterspektakel, ein TB-Quiz und selbstkomponierte TB Lieder präsentierten.
Ganz toll fand ich, dass auch Patienten ihre Krankheit öffentlich gemacht haben und uns mit ihrer Präsenz geehrt haben. Für mich ist das ein wichtiger Ansatz, um Stigmas abzubauen.
Zusammenfassend möchte ich sagen, dass der Marsch und die Darbietungen ein Erlebnis waren und ich tief beeindruckt von dem persönlichen Engagement gegen TB von verschiedenen Personen bin.
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| Ich und Helene, welche den ganzen Anlass organisiert hat |


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