Der heutige Ausflug mit dem Velo führte uns zu Franz, ein Rasta, den wir durch Daniel kennen gelernt haben. Er wohnt etwa 15 km ausserhalb von Rundu zusammen mit seiner Frau und seinem Sohn und lebt vom Verkauf von Schmuck und Tongefässen. Als wir heute bei ihm eintrafen, stellten wir erstaunt fest, dass die Siedlung um einige Parzellen geschrumpt war. Er erzählte uns, dass seine Eltern und Geschwister ihre Hütten abgebaut hätten und in die Nähe der Stadt gezogen seien, nahe an einen Brunnen, weil das Wasser im Brunnen nahe ihrer Siedlung knapp wurde.
Er begrüsste uns herzlich und bot uns einfache Hocker zum Sitzen an. Franz schwatzte mit uns über seine Arbeit und seinen einjährigen Sohn. Er zeigte uns, wie man die gelben Monkey Oranges öffnet, die äusserlich Granatäpfeln ähneln, innen aber neben den Pflaumengrossen Kernen, nur wenig süsses Fruchtfleisch bieten. Diese Monkey Oranges wachsen wild im Busch und sind so für alle eine erschwing-
liche Frucht.
liche Frucht.
Im Moment arbeitet Rasta an Tieren aus Ton, welche eine Galeristin in Windhoek bei ihm bestellt hat.
Auch wir liessen uns verschiedene Töpfe und Gefässe zeigen und kauften für unser neues Haus das eine oder andere Exemplar. Seine Spezialität sind mobileähnliche Hänger aus Holz, Ton, und getrockneten Früchten. Die haben es uns angetan. Im Sand rechnete er mit einem Stock unsere vier gekauften Gegenstände zusammen, was einen Betrag von umgerechnet 8 CHF ergab.
Vor der Rückfahrt unterhielten wir uns auch über das Dach seines Verkaufstandes, das er aus Binsgras in traditioneller Machart angefertigt hat. Ein solches möchten wir gerne im Garten bauen lassen, um den kommenden Sommer draussen im Schatten verbringen zu können. Er sagte, dass er uns gerne ein solches Dach auf Pfählen bauen würde und wir versprachen uns zu melden, damit er sich unseren Garten und den geplanten Standort ansehen kann. Danach machten wir uns wieder aufs Velo und fuhren auf der wenig befahrenen Strasse nach Rundu zurück. Vorbei an uns zuwinkenden Kindern, grüssenden Menschen und allerlei Huastieren, die an der Strasse grasen und sich nicht an Umzäunungen zu halten scheinen. Uns begegneten auch zwei Kühe, die
etwa 100 Meter vor zwei Jungs einen typischen schlittenähnlichen Wagen zogen, mit welchem Getreide und Wasser transportiert wird. Matt vor sich hin trottend liefen sie auf ein Ziel zu, das uns verborgen blieb.
Das war mal wieder ein erlebnisreicher Tag!

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