von Christian
Die "Southern Africa Nomads" abgekürzt San sind eine Bevölkerungs-gruppe, welche sich durch ihr Aussehen von den anderen ethischen Gruppen durch ihre helle Haut unterscheidet. Ihre Bezeichnung beschreibt ihre ursprüngliche Lebensweise als Nomaden in der Kalahari-Wüste. Einige der Schulen, welche weit südlich von Rundu liegen, und mit denen ich zu tun habe, beherbergen bis zu 25 % Schüler/innen dieser Stammesgruppe. Die meisten sind sesshaft geworden und fristen ein nicht problemfreies Leben. Ihr ursprünglicher Lebensraum wurde in den letzten Jahrzehnten durch Farmbetriebe vereinnahmt. Viele arbeiten heute als Angestellte auf Farmen für meist sehr wenig Lohn. Wie in anderen Kontinenten ist der Umgang mit der Ursprungsbevölkerung (Indianer, Maori, Aborigines etc.) eine problematische Sache. Alkoholismus und Depressionen scheinen auch unter den San ein Problem zu sein. Unter den anderen Stämmen in Namibia sind sie nicht immer beliebt, da ihnen Land zugesprochen wurde, was viele Neider auf den Plan rief. Es kursieren auch Geschichten, dass die San Land, das ihnen zugesprochen wurde, abgelehnt hätten.
Das Bild entstand beim Besuch einer Schule, wo Schüler/innen für ihre Leistungen und ihr Verhalten geehrt wurden. Diese Price Giving Ceremonies finden an vielen Schulen einmal jährlich statt und sind ein grosses Ereignis. Sie dauern meistens 4 bis 5 Stunden und werden von langen Reden, Schülerchorgesängen und -tänzen umrahmt. Neben den Schüler/innen sind auch viele Eltern anwesend. Die Kinder werden dann von den stolzen Eltern umarmt, wie in diesem Beispiel die Mutter eines San-Mädchens, das für sein Verhalten geehrt wurde.

No comments:
Post a Comment