Saturday, 15 February 2014

Facetten unseres Alltages

Liebe Blogglerserinnen und Leser,

in letzter Zeit ist bei uns einiges gelaufen. Gerne lassen wir euch anhand ein paar Bilder an unserem Leben teilnehmen.


Christians Arbeit in einer Sekundarschule
Schon zum zweiten Mal wurde ich vom Schulleiter einer Sekundarschule angefragt, an der Schule Lektionen zu besuchen und den Lehrkräften Feedbacks zu geben und mit dem Management zusammen zu arbeiten. Das war sehr spannend für mich, und ich habe einige sehr motivierte Lehrkräfte angetroffen, die sich freuten mit mir über ihre Herausforderungen und ihren Unterricht unterhalten wollten. Ich habe den Unterricht in einer 9. Klasse besucht mit 84 Schüler/innen. Da das Zimmer proppenvoll war, musste ich unter dem Türrahmen stehen...



Wegen mangelndem Schulraum, werden zwei Klassen in grossen Zelten unterrichtet, was eigentlich recht gut klappt, solange es nicht regnet. 



Sibylles Workshop im Spital:
Workshop in der Tuberkulosenabteilung mit Mundschutz
Da ich im Spital Sister Herta bei den internen Weiterbildungen im Spital unterstütze, gibt es für mich nun die Gelegenheit, direkt auf den Abteilungen Workshops zu organisieren und durchzuführen. Dieses Jahr möchten wir die Mitarbeiter von der Pflege dazu animieren, ihre Arbeit vermehrt zu reflektieren, im Team gemeinsam zu lernen und schwierige Patientensituationen im Team zu besprechen. Auf dem Bild leite ich gerade die Tuberkulosenabteilung an, wie sie anhand von Fallbeispielen voneinander profitieren und und ihr Wissen gemeinsam erweitern können. Super war für mich, dass sie gleich eine aktuelle Fallgeschichte mit mir besprechen wollten. Eine Frau, welche seit 7 Jahre Witwe ist, hat neu eine Tuberkuloseninfektion und es wurde gleichzeitig auch festgestellt, dass sie HIV positiv ist. Sie verweigert nun aber alle Therapien und speziellen Massnahmen (Schutz-massnahmen für die Tuberkulosenerkrankung, Aufklärung und Schulung zur HIV-Erkrankung) da sie seit 7 Jahren keinen sexuellen Kontakt mehr gehabt habe und somit eine HIV Infektion gar nicht möglich sei... (Zur Information: für eine erfolgreiche Tuberkulosenbehandlung muss auch die HIV-Infekton medikamentös behandelt werden. Wichtig ist es auch, dass die Medikamente aufeinander abgestimmt werden). Gemeinsam im Team konnten wir aber nächste Schritte planen und das Verständnis für die Situation der Frau hat sich auch verbessert, was mir wiederum viel Freude bereitete. 

Wahlen in Namibia:


Dieses Jahr wird der neue Präsident und das Parlament neu gewählt. Da es in Namibia nur eine grosse Partei seit der Unabhängigkeit, die SWAPO, gibt und die kleinen Oppositiosparteien sich nicht auf einen gemeinsamen Kurs einigen konnten, ist die Nachfolge klar. Aber der Schein muss gewährt werden und so sind alle Namibianer aufgefordert, sich registrieren zu lassen, damit sie ihren zukünftigen Präsidenten wählen können. Das Bild oben zeigt eine Anleitung für die Registrierung mit Bildern. Für jeden Wähler wird ein eigener Wahlausweis ausgestellt. Das bedingt, dass für eine Registrierung mindestens 20 Minuten eingeplant werden muss. So sind dann auch die Schlangen vor den Registrierungsbüros dementsprechend lange. 

Geburtstagsfest Christian:


Endlich ist es so weit, Christian ist ein Jahr älter!! Gebührend zu diesem Anlass organiserten wir eine Gartenparty mit unseren Freunden von Interteam und unseren Freunden von Namibia. 
Es wurde ein sehr gemütlicher Abend und der Gesprächsstoff ging nicht aus. Auch um Mitternacht war es noch immer angenehm warm und der Vollmond gab sein Bestes die Nacht zu einem unvergesslichen Ereignis werden zu lassen. 

Eric, Bea und Christian

Sibylle und Bea

Besuch im Salatgarten:

Das Pflegen meiner Pflanzen bereitet mir sehr viel Freude und vor allem dann, wenn ich beim Hacken, Jäten oder Schneiden Besuch erhalte. 


Sonntagstürchen mit dem Bike:
Inzwischen hat sich in Rundu ein Bikegrüppchen formiert, welches fast jeden Sonntag früh eine kleine Tour unternimmt. Natürlich sind Pannen  nicht zu vermeiden. Inzwischen sind wir aber so richtig geübt Veloschläuche zu flicken und Gangschaltungen einzustellen. Trotzdem fahren wir aber fast alle mit beschränkten Schalt-möglichkeiten, da der Sand das Getriebe ziemlich angreift. Ölen macht das gante nur noch schlimmer und bildet mit dem Sand eine klebrige Masse die man fast nicht mehr von den Ritzeln bekommt. Da das Gebiet aber ziemlich flach ist, ist das nicht weiter schlimm.  



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