Sunday, 6 September 2015

Upps - it did it again!

Damit meinen wir unser Auto, das es einfach nicht lassen kann, unsere Geduld auf die Probe und dem Mechaniker knifflige Aufgaben zu stellen. Kurzum: Wir fuhren schon mit einem Tag Verspätung los, weil wieder etwas am erst neu eingebauten Starter kaputt war. Als wir uns dann nach der ersten Zeltnacht über die Grenze nach Botswana aufmachen wollten, gab "unsere Shelly" keinen Wank von sich, als wir die Zündung betätigten. Um euch nicht mit technischen Details zu langweilen (die ich auch selbst nicht alle verstehe), konzentriere ich mich auf das Fazit dieses Ferienbeginns: 
1. Es gibt extrem hilfreiche Menschen, die einem weiterhelfen, wenn man selbst nicht mehr weiter weiss. 2. Geniesse den Augenblick vor Ort und die Tatsache, dass man anstatt einer Nacht, drei am selben Ort bleibt. 3. Verliere nicht den Mut und vertraue darauf, dass alles gut kommt. 

Am Ende führte uns unsere Reise (in unserem wieder fahrtüchtigen Auto) dann doch noch nach Botswana zum Okavango-Delta. Von der Guma-Lagoon Lodge an der westlichen Seite des Deltas liessen wir auf einer 2-tägigen Einbaum-Kanu Tour die Sumpf- und Wasserlandschaft des Deltas auf uns einwirken. Vom einheimischen Führer wurden wir im Kanu durch enge Wasserkanäle im dichten Papyrus geschoben; lautlos, abgesehen von den Rufen der Vögel, die in dieser Landschaft ansässig sind. Es war eine total eindrückliche und nach dem aufregenden Anfang der Reise eine guttuende Erfahrung. 

Auf der Rückreise machen wir noch einen Abstecher zu den Tsodilo-Bergen, einem spirituellen Zentrum der San, die von der UNESCO zu Botswanas erstem Weltkulturerbe erhoben wurden. Sie sind für ihre Felsmalereien bekannt, welche wir von Xantke, unserem lokalen Guide, in einem 2-stündigen Marsch gezeigt bekamen. Eindrücklich war, dass eine Zeichnung ein Delphin und ein Wal zeigt, was bedeutet, dass die San auf ihren Wanderungen bis zum etwa 1000 Kilometer weit entfernten Atlantik vordrangen. Am nächsten Tag erklommen wir nach Sonnenaufgang auf den Gipfel des Male Hills, der mit 1489 Metern der höchste Berg Botswanas ist. Die Erinnerung an die Aussicht auf die 400 Meter tiefer gelegene und endlos scheinende Kalahari entschädigte uns für die müden Oberschenkelmuskeln, die wir beim Abstieg spürten. Hoppla! wir sind nicht mehr bergtauglich, dafür nun aber etwas krisen- und gedulderprobter. 

Ist sie nicht herzig, diese Schirrantilope?
Dieser Wasserbüffel ist gar nicht amused.
Der Gelbschnabeltoko erfreut sich der Insekten
Sie fressen die letzten grünen Reste der trockenen Waldlandschaft.
Stolz und ohne Feinde: der Seeadler.
Passt farblich wunderbar in die Sumpflandschaft; der Bienenfresser.
Fast lautlos gleitet das Boot dahin...
...vorbei an wunderschönen Sumpf- und Papyrus-....
...und Seerosenlandschaften, entlang enger Wasserwege, welche... 
...Elefanten und Flusspferde geformt haben.
Die Ortsansässigen benutzen die Wasserwege und ernten die
Gräser legal für den Bau ihrer Hüttendächer und Zäune. 
Xantke zeigt uns uralte Felsmalereien seiner Vorfahren, den San.
Auf dem Gipfel "des Mannes" der Tsodilo Berge sieht man
rundherum die endlose flache Weite der Kalahariwüste. 
Dem Flusspferd ist zum Gähnen zumute und hat oft in der Nacht Sibylle mit lauten Gebrüll aus dem Schlaf gerissen. 

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