Sunday, 13 December 2015

Gibt es sie wirklich, die Bushbabies?

Von Sibylle
Weil es immer noch nicht so richtig regnet im Kavango, die Temperaturen zusammen mit der hohen Luftfeuchtigkeit langsam unerträglich sind, sind wir kurzerhand wieder nach Mukuku gefahren, um uns ein erholsames Wochenende am Fluss zu gönnen. Dort sind wunderschöne Spaziergänge am Ufer möglich, wo man sich auch mit den Einheimischen unterhalten kann. 

















Hannes und Ansi haben uns dort schon viele verschiedenste Vögel gezeigt, aber dieses Mal wartete etwas besonderes auf uns......
Gegen Abend, bevor es dunkel wurde, schauten dann fünf kleinen putzigen Kerle frech aus ihrem Versteck im Wassertank hervor und erlaubten uns, sie kurz zu knipsen. Es gibt sie also doch, die Buschbabies.


Hier ein paar Infos: 


Die Galagos (Galagonidae oder Galagidae), auch Buschbabys genannt, sind eine Primatenfamilie aus der Gruppe der Feuchtnasenaffen (früher den „Halbaffen“ zugerechnet). Es sind kleine, nachtaktive Primaten, die sich vorwiegend auf Bäumen aufhalten. Die Familie umfasst rund 20 Arten, die allesamt in Afrika beheimatet sind. Unsere Buschbabies in Mukuku sind die "Lesser Bushbabies" mit einer Körpergrösse von 15 cm und der Schwanz misst 20 cm, also einer kleinen Art.  


Galagos sind relativ kleine Primaten. Die größten Vertreter sind die Riesengalagos mit 0,6 bis 2 Kilogramm, die übrigen Arten erreichen zwischen 0,05 und 0,4 Kilogramm. Die Kopfrumpflänge beträgt 7 bis 40 Zentimeter und die Schwanzlänge 11 bis 55 Zentimeter. Der Schwanz ist stets länger als der Rumpf, er ist bei einigen Vertretern ausgesprochen buschig. Die Hinterbeine sind länger als die Vorderbeine, charakteristisch sind die stark verlängerten Fusswurzeln. Alle Finger und Zehen enden in Nägeln mit Ausnahme der zweiten Zehe, die wie bei allen Feuchtnasenaffen eine Putzkralle aufweist. Der zweite Finger ist verkürzt, wenn auch in geringerem Ausmaß als bei den Loris, ihren nächsten Verwandten.

Das Fell der Galagos ist weich und wollig. Es ist in unauffälligen, glanzlosen Braun- oder Grautönen gehalten, wobei die Unterseite etwas heller ist.
Der Kopf der Galagos ist durch die vergrößerten Augen und Ohren charakterisiert. Die Vergrößerung der Augen stellt eine Anpassung an die nachtaktive Lebensweise dar, die Augenhöhlen sind leicht nach außen gedreht. Die Ohren sind mit mehreren Querrillen versehen und können unabhängig voneinander eingeklappt werden. 

Galagos sind nachtaktiv, tagsüber schlafen sie in Blätternester oder in Baumhöhlen. In der Nacht gehen sie auf Nahrungssuche, dabei halten sie sich vorwiegend in den Bäumen auf. Ihre Bewegungen sind schnell und geschickt. Einige Arten sind an eine senkrechte kletternde und springende Lebensweise angepasst, andere bewegen sich eher auf allen vieren laufend und hüpfend fort. 
Ein afrikanischer Fliegenschnäpper im Nest
Eine Rotschnabeldrossel
Ihre Bezeichnung "Bushbabies" verdanken sie ihren säuglingsartigen Schreien, mit denen sie andere 
Tiere auf ihr Territorium aufmerksam machen. 

Und natürlich war Christian wieder auf Vogelbildersuche.....
Der (Kap?)weber, ein begabter Nestbauer

Ein vollendetes Weber-Nest






Eine Akaziendrossel










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