Friday, 8 February 2013

Herzlicher Empfang in Windhoek


Nun sind wir bereits eine Woche in Windhoek, wo wir vom Ehepaar Heidi und René herzlich in ihrem Haus aufgenommen wurden. Es liegt im Hochlandpark, einem schönen Viertel von Windhoek, wo die Strassen abwechselnd deutsch und Englisch nach Vogelnamen benannt sind. Sie leben am Falkenweg, gleich neben dem Ospray (Fischadler) und Kingfisher (Eisvogel). Noch lässt der grosse Regen der Regenzeit auf sich warten, auch wenn wir ab und zu von ein paar Spritzern beglückt werden. Die Wassertropfen verdunsten gleich nach wenigen Sekunden auf dem heissen Asphalt bei 34 Grad C.

Das Haus von Heidi und René
René ist der Länderkoordinator von Interteam in Namibia und bereitet uns zusammen mit Brighite, seiner Assistentin, auf unser Leben in Namibia und der ärmlichen Kavangogegend vor. Brighite ist Namibianerin, eine Vertreterin der Volksgruppe der Damara, und sehr gut ausgebildet. Sie hat vor ihrer Arbeit mit Interteam während 12 Jahren für eine englische NGO gearbeitet und ist deshalb super vernetzt und spricht neben Khoekhoegowab und Englisch auch Afrikaans und sogar etwas Deutsch.
Windhoek wirkt im Zentrum wie eine europäische Stadt. Verlässt man das Zentrum, trifft man auf grosse Siedlungen, wo die schwarze Bevölkerung während der Zeit der Apartheid umgesiedelt wurde und wo sie heute noch lebt. Die Siedlungen expandieren wegen dem Bevölkerungsdruck immer weiter in das hügelige Buschland. Am Rand wohnen ganze Familien in Blechhütten von wenigen Quadratmetern ohne sanitäre Anlagen. Seit diesem Jahr ist der Besuch der Primarschulen für alle Kinder kostenlos, was nun zu Platzproblemen in den Schulen dieser Quartiere führt. Morgens und abends zieht eine Karawane von Menschen in die Stadt, um Geld zu verdienen. Viele tun dies zu Fuss und überqueren auf dem Weg dahin viele Strassen und gar die Autobahn.

Katatura
Während dieser Woche haben wir viel Zeit bei Banken und Behörden verbracht, um Bankkonten zu eröffnen und um die richtigen Stempfel für unsere Pässe zu besorgen. Dies dauert oft Stunden, weil man immer lange anstehen muss und jeder einzelne Vorgang sehr zeitaufwändig ist. Glücklicherweise haben wir momentan überhaupt keinen Druck und wir kommen so mit vielen Leuten ins Gespräch und machen tolle Beobachtungen. Die Menschen sind überaus freundlich und niemand scheint sich an der langen Warterei zu stören. Es ist faszinierend.

Nun haben wir alles, sogar ein Auto, um ins 750 km entfernte Rundu zu fahren. Wir werden dies vorsichtig tun, denn an den Linksverkehr müssen wir uns noch gewöhnen. Tschüss und bis bald...

Auf dem Hausdach


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