von Christian
Ich berichte heute von meinem dreitägigen Ausflug nach Ncushe. Der Ort liegt 125 km südlich von Rundu und besteht aus ein paar verstreuten Hütten, zwei Kirchen und einer Primarschule, wo Schüler/innen von der 1. bis 7. Klasse unterrichtet werden. Der Schulleiter fragte mich vor einiger Zeit um einen Besuch an, da die Lehrkräfte Unterstützung zu Mehrklassenunterricht bräuchten. Momentan arbeiten an der Schule nur vier Lehrpersonen welche bis zu 50 Schüler/innen in drei Klassenstufen gleichzeitig unterrichten.
So fuhr ich am Dienstag bei Sonnenaufgang los und erreichte die Schule nach 3-stündiger Fahrt. Der Unterricht war schon seit 7 Uhr im Gange, als ich von einem Lehrer eingeladen wurde einen ersten Eindruck von seinem Unterricht zu erlangen. Ich war überrascht festzustellen, dass in seiner 4. und 5. Klasse neben den üblich kleinen Jungs und Mädels zwei ausgewachsene Jugendliche sassen, die 20 Jahre alt sind. Diese hätten ihre Schulkarriere immer wieder unterbrechen müssen, weil ihre Familie dauernd umhergezogen seien. Daneben entdeckte ich im Schüler/innenregister den Namen eines 14-jährigen Mädchens das die Schule vor ein paar Monaten verlassen hatte. Sie habe geheiratet und wohne nun mit einem gleichaltrigen Jungen und seiner Familie zusammen.
So fuhr ich am Dienstag bei Sonnenaufgang los und erreichte die Schule nach 3-stündiger Fahrt. Der Unterricht war schon seit 7 Uhr im Gange, als ich von einem Lehrer eingeladen wurde einen ersten Eindruck von seinem Unterricht zu erlangen. Ich war überrascht festzustellen, dass in seiner 4. und 5. Klasse neben den üblich kleinen Jungs und Mädels zwei ausgewachsene Jugendliche sassen, die 20 Jahre alt sind. Diese hätten ihre Schulkarriere immer wieder unterbrechen müssen, weil ihre Familie dauernd umhergezogen seien. Daneben entdeckte ich im Schüler/innenregister den Namen eines 14-jährigen Mädchens das die Schule vor ein paar Monaten verlassen hatte. Sie habe geheiratet und wohne nun mit einem gleichaltrigen Jungen und seiner Familie zusammen.
Eine Lektion pro Woche heisst "Windows of Hope". Sie ist vergleichbar mit einer Klassenstunde, wo aktuelle jugendspezifische Themen besprochen werden. Die Lektion findet draussen statt und beginnt und endet mit einem Tanzritual vor der namibischen Flagge. Annikie S., eine junge 21-jährige Schulabgängerin, arbeitet seit über einem Jahr ohne Ausbildung an der Schule als Lehrerin. Sie bot mir an, mein Zelt neben ihrem Embo (Haus) aufzubauen.
Am Nachmittag findet jeweils eine Stunde Lernzeit statt, die jeweils von 2 Lehrerinnen beaufsichtigt wird. Auch ich sass in einem der Schulzimmer und versuchte einen kühlen Kopf bei 42 Grad im Schatten zu behalten.
Danach setzte ich mich in den Schatten eines Baumes und unterhielt mich mit Annikie über ihr Leben als Vollwaise, dem Leben im ländlichen Ncushe ohne Handyempfang, dem täglichen Taxidienst von und nach Rundu und ihren Plänen nächstes Jahr ein Lehrerinnenstudium zu beginnen. Am Abend bot uns ein Nachbar ein gackerndes Huhn zum Abendessen an. Ich musste passen, als es darum ging, das Huhn zu schlachten. Also wurden die Schülerinnen vom nahen "Schulheim" (für Kinder aus weit entfernten Siedlungen) angefragt, diese Arbeit zu übernehmen. Sie fackelten nicht lange, schliffen das Küchenmesser an einem Stein und setzten dem Gegacker ein Ende. Ruckzuck wurde das Huhn gerupft, ausgenommen und bald brutzelten die einzelnen Pouletteile inklusive Kopf und den Füssen im Topf auf dem Feuer.
Der Kurzaufenthalt in Ncushe war für mich eine sehr lehrreiche und beeindruckende Zeit.
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