Sunday, 22 November 2015

Ausflug über den Kavango

Falsch gefreut: Ich blieb trocken!
von Christian 
Wieder einmal verbrachten wir ein erholsames etwas kühleres Wochenende im Camp Mukuku 60 Kilometer von Rundu entfernt. Hannes, der das kleine sympathische Camp führt, wollte sein Versprechen einlösen und uns der Ortsvorsteherin auf angolanischer Seite vorstellen, mit der er befreundet ist. Er hilft ihr manchmal bei  Reparaturarbeiten oder unterstützt die Gemeinde auf andere Weise.  
Bevor wir den Kavango mit seinem Motorboot überquerten, versuchte ich mich darin, ein paar Meter im traditionellen Einbaum zurück zu legen. 
Und nein, ich fiel nicht ins Wasser und wurde nicht Opfer von Krokodilen die vermutlich rundherum auf einen Bissen Shirumbufleisch lauerten. 


Die Landesteile mit den Taxibooten am Grenzposten.

Die Kinder wissen anfänglich nicht so recht, was sie von uns
halten sollten.
Bevor wir an Land gehen durften, erkundigte sich Hannes beim angolanischen Grenzposten, ob er uns der Ortsvorsteherin vorstellen darf und ob wir angolanischen Boden betreten dürfen. Als das geklärt war, stiegen wir vom Boot und machten es neben den Taxi-Einbäumen fest. Wir grüssten den Grenzbeamten und spazierten zur nahegelegen Siedlung der Head-woman. 

Die Ortsvorsteherin mit ihren Nichten und Neffen.
Wir wurden freundlich in Runiemba und Rukwangali begrüsst. Schon bald sahen wir uns einer  Kinderschar gegenüber die uns skeptisch aber auch neugierig musterte. Kurz danach gesellte sich auch die Chefin dazu und unterhielt sich mittels einer Übersetzerin mit uns. Sie habe Probleme mit dem Generator aber sonst gehe es ihr gut. Alle arbeitsfähigen Männer seien auf der namibischen Seite bei Farmern auf Arbeit und kommen Ende Monat, nach dem Zahltag für ein paar Tage zurück. Die Kinder im Schulalter gehen in Namibia zur Schule. Auf ihrer Seite des Flusses gebe es weder Schulen, Einkaufsmöglichkeiten oder Kliniken, weshalb sie regelmässig die Bootstaxis nutzen um auf die namibische Seite zu kommen. 
Hannes kümmerte sich am Ende des Besuches sich noch um den Generator und bald hörten wir seinen Motor tuckern. Danach verabschiedeten wir uns nachdem wir ein Kilo Mehl und etwas Kochöl übergeben hatten. So war das für alle ein eindrücklicher Nachmittagsbesuch.  


Auf der Rückfahrt am Steuer des Bootes.

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