Sunday, 24 January 2016

Abschiedsfestivitäten

In den letzten drei Tagen fand ein intensiver Abschiedsreigen statt, der gestern Abend mit einer Party bei uns zu Hause zu Ende ging.

Sibylle wurde am Donnerstag im Spital von ihren Kolleginnen im Management verabschiedet. Es wurden Reden gehalten, Geschenke überreicht und am Schluss gab es ein von Sibylle gesponsertes üppiges Essen. Damit fand die Veranstaltung ihren gebührenden Abschluss. Als ich sie am Spital abgeholt habe, wurde sie von ihrer Sister Lifalaza and einer Kollegin zum Auto sekundiert. Wie sich das hier so gehört, wurde ihrem Ehemann überschwänglich mitgeteilt, welch tolle Frau Sibylle ist und dass sie eine super Arbeit geleistet habe. 
Sister Lifalaza, die leitende Pflegende, und Sibylle strahlen um die Wette.
Sibylles Kolleginnen im Nurse-Management.
Das Essen schmeckte und frau bediente sich reichlich. 
Schon am nächsten Tag musste Sibylle nochmals antreten und nach Ncuncuni fahren, wo ich nach einer Schulleitersitzung verabschiedet wurde. Doch bevor die Verabschiedung beginnen konnte, wurden wir passend eingekleidet. Bei unserem Eintritt in den Raum wurden wir singend aus allen Kehlen empfangen und es wurde dazu getanzt. Natürlich durfte auch meine Rede nicht fehlen, die so lange dauerte, bis es mir fast die Stimme verschlug. Glücklich und reich beschenkt fuhren Sibylle und ich ein letztes Mal von Ncuncuni nach Rundu zurück, nicht ohne zwei Frauen mitzunehmen, die am Strassenrand darum baten nach Rundu mitgenommen zu werden. 
Diese Kleider sind eine tolle Erinnerung an die tolle Zeit in Afrika.
Gruppenbild mit den Schulleitenden.
Wie immer gab es viel zu lachen!
Ja, und auch hier gab es ein Essen zum Abschluss! 
Gestern Abend dann fand die endgültige Abshiedsparty bei uns zu Hause statt. Eingeladen waren die verbleibenden 5 Interteamler, Daniel und Albert, unsere Angestellten und einige lokale Freunde, die wir in den letzten drei Jahren kennen- und schätzen gelernt haben. Typischerweise waren um 6 Uhr Abends nur alle 8 Shirumbus (die Weissen) anwesend, bevor dann unsere eingeladenen 12 kavangischen Freunde langsam eintröpfelten. Doch um 8 Uhr waren alle da und wir kochten im Topf auf dem Feuer ein Risotto grillten als erste Beilage Würste. Der kulinarische Höhepunkt aber war das Gulasch, das zuvor schon während Stunden auf dem Herd vor sich hin köchelte und von Sibylle zubereitet wurde. 
Nach dem Essen wurde ausgelassen unter dem Vollmondhimmel getanzt, bis wir um Mitternacht alle ziemlich erschöpft waren. Der Star des Abends war die 6-jährige Tochter von Loide, die uns alle tanzend in den Schatten stellte und vor lauter Erschöpfung und Protest weinte, als sie um 23 Uhr ins Bett gebracht wurde. 
Es war ein toller Höhepunkt des Abschiedsmarathons und auch wir sanken ziemlich erschöpft aber sehr glücklich ins Bett. 
Den Emotionen und der Dunkelheit ist es geschuldet, dass wir kein einziges Foto gemacht haben von diesem unvergesslichen Abschiedsfest. Die Bilder aber haben wir in unseren Köpfen gespeichert. 

Heute noch packen wir unsere sieben Sachen, laden ein paar Freunde ein, unsere letzten Habseligkeiten abzukaufen und ziehen am Abend zu Anni und Heinz damit wir morgen die Wohnung putzen können. 

Ihr werdet nun weiter, zwar in unregelmässigen Abständen, aber doch ab und zu von uns in diesem Blog lesen können. Händ's guet!

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