Saturday, 8 August 2015

Tim und Nico Bigler zum Zweiten.


Alle spielten barfuss. Das geht im Sand am besten.
Von Nico
Das Spielerfoto
Tim und ich (Nico) wollten unbedingt nochmals nach Namibia kommen, weil uns die Menschen in Rundu so beeindruckt haben. Nach zwei Wochen Reise sind wir endlich bei Sibylle und Christian angekommen. Und natürlich war das Thema Nummer 1: Fussball. Unsere letztjährigen Kollegen haben Moses gefragt, wann wir wieder kommen, um mit ihnen Fussball zu spielen. Am Montag war es dann schon soweit: Wir haben uns mit 8 Jungs in unserem Alter zusammen mit Moses und den Senioren (Urs und Christian) getroffen. Das Fussballfeld war eher ein Sandhaufen mit vielen Dornen, als ein Fussballplatz. Da zu spielen war extrem anstrengend, aber es hat viel Spass gemacht. Bei den Spielen habe ich noch meine Freunde Dany und Bonga kennen gelernt.

Von Tim
Im Mbunza Living Museum kam am Schluss das grosse Highlight. Wir durften ein Messer bauen. Ich beschreibe, wie es gebaut wird.
1. Man hält einen stumpfen Eisenstab ins Feuer, damit das Eisen weich wird.
2. Man klopft das weiche Eisen mit einem Hammer.
Bunga und ich
Nico am Blasbalg
3. Mit einer Feile wird das harte Eisen geschärft.
4. Man nimmt einen glühend heissen Stab und drückt ihn in ein rundes Holz, das nachher der Griff wird.
5. Um die Klinge mit dem Griff zu verbinden, wird eine spezielle Rinde in das noch heisse Loch im Griff gesteckt. Die Rinde schmilzt und wird hart wie Teer. Nun klebt die Klinge im Griff.  
6. Am Schluss brennt man die schöne Verzierung in den Griff mit einem heissen Stab.

So sehen die fertigen Messer aus.
Im Living Museum habe ich einen Pfeilbogen gekauft. Am nächsten Tag schoss ich den Pfeil im Garten von Sibylle und Christian ab. Ich suchte den Pfeil lange bis ich ihn in einem Kaktus fand, wo er feststeckte. Das zeigt, dass der Pfeil sehr weit kommt und sehr gut ist, wenn man damit Vögel und Springböcke jagt.



Von Nico
Das Zimmer einer 2. Klasse
Der Pfeil steckt im Kaktus.
Wir durften am Donnerstag mit Christian eine Schule in der Nähe von Rundu besuchen. Wir haben drei Klassen besucht. Zuerst habe ich mich (auch Tim) auf English vorgestellt. Ein paar mutige Zweitklässler probierten sich auch vorzustellen. Es war schwierig für sie, weil sie sich das nicht gewöhnt sind und English auch nicht ihre Muttersprache ist. Die Schüler/innen haben mich angestarrt, wie wenn ich vom Mars komme. Aber es war beeindruckend, wie sie die Stühle geteilt haben. Am Schluss haben wir der Lehrerin noch drei Farbstiftschachteln geschenkt für die Kinder. Dieser Schulbesuch wird mir immer in Erinnerung bleiben.

1 comment:

  1. Toller Bericht! Ich habe auch mit Schülerinnen und Schüler aus Rundu Fussball gespielt und kann die Anstrengung und den riesen Spass nur bestätigen! An Tim: Cool, dass du so eine genau Anleitung zu deinem selbst gebauten Messer geschrieben hast! Vielleicht kann es ja jemand mal in der Schweiz ausprobieren:D
    Lg.

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