Saturday, 2 March 2013

Leben in Rundu

Zu Leben in einem fremden Land bringt einem immer wieder zum Staunen, schmunzeln oder auch nachdenken.
Eine solche Gegebenheit ist der Zahltag aller Angestellten und die ummittelbaren Folgen: Ab dem 20. jeden Monats bekommen die Lehrer und Staatsangestellten ihren Lohn. Da vielen Angestellten das Geld schon vorher ausgeht, warten sie sehnsüchtig auf diesen Tag. Wenn er dann endlich da ist, begibt sich das ganze Volk zur Bank oder zu den Bankautomaten. Dies hat zur Folge, dass Wartezeiten von mehr als einer Stunde vor oder in einer Bank normal ist. Wenn dann das Geld Bar in der Hand liegt, geht es sofort zum nächsten Einkaufszentrum um Lebensmittel, Haushaltartikel oder Kleider zu kaufen. Wenn noch etwas Geld übrig bleibt, werden auch Luxusartikel, Süssigkeiten oder Alkohol gekauft. (Wobei die Reihenfolge auch variieren kann) Leider wird oft wenig bedacht, dass bis zum nächsten Zahltag wieder 30 Tage vergehen und vielleicht etwas auf die Seite gelegt werden muss. So wiederholt sich dieses Spiel Monat für Monat.
Den Tipp von den anderen "Interteamler", Geld schon vorher auf Vorrat abzuheben, haben wir gottlob befolgt. Dies ersparte uns viele Geduldsproben.
Eine andere Geschichte ist der Umgang mit Behörden und wichtigen Papieren. Alle amtlichen Dokumente (Pass, Arbeitsbestätigung, Zeugnisse.....) müssen zuerst zur Polizei gebracht werden damit diese durch einen Stempel mit Unterschrift amtlich beglaubigt sind. Erst nachher ist es möglich, diese Papiere dem Arbeitgeber oder sonstigen Empfänger zu überreichen. Was haben wir daraus gelernt: Jeder Gang zu den amtlichen Stellen braucht Zeit und Geduld. Zum Beispiel warte ich jetzt noch, dass mein Diplom als Pflegefachfrau auch hier in Namibia seine Gültigkeit hat. Das das kommt, bezweifelt niemand, aber die amtliche Bestätigung von Windhoek fehlt noch und so darf ich zur Zeit keinen Patienten berühren. Dies ist aber nicht weiter schlimm, da ich überall mitlaufen darf, meine Fragen geduldig beantwortet werden und ich Zeit habe, das für meinen Beruf nötige Medizinalenglisch zu lernen.

Viel Spass haben wir mit unseren Haustieren....Christian geht fast jeden Abend mit Taschenlampe und Spurenbuch auf Tiersuche. Hier ein paar unserer Mitbewohner:









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