Saturday, 2 March 2013

Wunderliche Dinge geschehen


Am Eingang des regionalen Bildungsministeriums bildet sich am Montag Vormittag eine Menschentraube um eine Mitarbeiterin, welche einen Ausdruck eines Fotos herumzeigt. Darauf ist ein kahler, lotrecht in den Himmel ragender Baum zu sehen, dessen Äste abgesägt sind. 


Alle haben es im Radio oder von Bekannten gehört: Es ist ein Wunder geschehen. Dem Baum wurden am Samstag davor, nachdem er liegend eine Strasse blockiert hatte, seine Hauptäste abgesägt, um ihn stückweise wegtransportieren zu können. 

Da geschah es plötzlich: Wie von Geisterhand geführt, richtete er sich wieder auf. Seither steht er ungerührt da und beherrscht die Medien und die Gespräche der Menschen. War es Witchcraft (Hexenkraft) oder götllicher Wille? Zweifler suchen physikalische Erklärungen und wollen den Baum mit eigenen Augen sehen. So wurde er in den letzten Tagen gemäss Berichten von hunderten von Menschen besucht, wo man sich gerne vor ihm posierend fotografieren lässt. Auch wir wollen noch hin und uns ein Bild vom Baum und dessen Anziehungskraft machen. 

Faszinierend ist, welch Spielraum von Erklärungen hier herumgeboten werden. Ich bin mir sicher, in der Schweiz würden diese eng von  Manipulation zu physikalischen Gesetzen reichen. Und vermutlich ist es das eine oder andere. Schön ist trotzdem, dass andere Möglichkeiten nicht vollständig ausgeschlossen werden.

Auch die Zeitung, aus dem der nebenstehende Artikel stammt, die sehr aufgeklärte "The Namibian", berichtet wertungsfrei über den Vorfall. So wird weiter diskutiert und spekuliert, wie zum Beispiel, dass die Seele des Baumfällers nun im Baum gefangen sei und ihm ein tödliches Schicksal blüht, wenn dieser nun endgültig gefällt würde. Ihm kann nur noch einer helfen: Ein professioneller Healer (Heiler).

















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